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Workshops:

Worte zwischen Welten

bringt junge Menschen und ihre Familien in direkten Austausch mit Nicht-Deutschen, die hier leben und spricht dafür Schulen und Jugendeinrichtungen an und bietet Workshops für Jugendliche und deren Lehrkräfte in unterschiedlichen Formaten an:

Quelle: BBC

Sachsen, insbesondere Dresden, stellt sich gegenwärtig einer besonderen Herausforderung: Hier leben relativ wenige Nicht-Deutschstämmige. Die meisten Einheimischen kennen keine Ausländer persönlich, trotzdem haben sie ihnen gegenüber Angst und begegnen “den Fremden” teilweise mit Verachtung. Angst aber erzeugt Konflikte. Spuren e.V. will zur Deeskalation beitragen. Sie bieten Ihnen einen Workshop an, der interkulturelle Kompetenz durch generationenübergreifende Gesprächsprozesse vermitteln will. Referenten sind: Sie schaffen Begegnungen und Austausch zwischen Deutschen und Nicht-Deutschen

Das Ziel: Worte zwischen Welten spricht Schulen und Jugendeinrichtungen an. Wir schaffen einen Raum zur vorurteilsfreien Auseinandersetzung, zum offenen Gespräch und zur identitätssichernden Reflexion über die je eigene Herkunft. Hierfür stehen Personen als Gesprächspartner zur Verfügung, die unterschiedlich kulturell und religiös geprägt wurden. Sie erleben diese Unterschiedlichkeit als Bereicherung für eine offene, demokratische Gesellschaft.

Als erfahrene Pädagogen und Referenten wissen Michael Luick-Thrams und Sagy Cohen: Nachhaltiges Lernen benötigt Zeit und individuelle, erfahrungsbezogene Zugangsformen innerhalb einer stabilen Gemeinschaft. Wir setzen an den Familienerfahrungen unserer Teilnehmer/innen an, um Herz und Verstand zu erreichen. Wir sprechen nicht über andere Kulturen als Objekte eines Lernprozesses, sondern nutzen die primären Beziehungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen in ihren Familien. Wir sensibilisieren dafür, dass der Schlüssel zum Verständnis “des Anderen” gerade auch im generationenübergreifenden Gespräch über die je eigene Herkunft und Prägung liegt. Toleranz wird im Erzählen und wertschätzenden (Zu-)Hören konkret eingeübt.

Wir wissen, dass der Grundstein für Ressentiments oder Hass, ebenso wie jener für Toleranz, in frühen Jahren gelegt wird. Die untergründige Xenophobie in Sachsen ist nicht der jungen Generation anzulasten. Gerade hier müssen Bildungsprozesse ansetzen. Denn hier entscheidet sich, ob angst-geleitete Intoleranz von Generation zu Generation weitergegeben oder ob sie beendet wird. Unsere Aufgabe ist, uns den Wurzeln der Xenophobie in unseren eigenen Familien zu stellen, um so individuelle und lokal wirksame Narrative zu entwickeln, die das Klima des Verdachts gegenüber “dem Anderen” verändern können.

Hierbei unterstützen wir Sie: Spuren e.V. bietet WORKSHOPS für Jugendliche und deren Lehrkräfte in unterschiedlichen Formaten an: Von einer einmaligen 90-minütigen Kernveranstaltung bis hin zu zweitägigen Workshops. Vor- und nachbereitende Materialien werden zur Verfügung gestellt. Auch besteht das Angebot einer mittelfristig angelegten Begleitung von Lerngruppen. Die Einbindung von (Groß-)Eltern ist ausdrücklich erwünscht.

Projektskizze:  Worte zwischen Welten ist ein Programm, das nicht abstrakt politisch-gesellschaftliche Themen abarbeitet. Es nimmt vielmehr unmittelbare Lebenserfahrungen in den Blick, um die personale Kompetenz von Schüler/innen zu stärken. Wir sind davon überzeugt, dass menschliches Zusammenleben primär nachbarschaftlich konstituiert wird. Die Einstellungen zu “dem Anderen” sollen durch ein demokratisches und die Menschenwürde eines jeden respektierendes Zusammenleben geprägt sein. Wir arbeiten so, dass Schüler/innen sich ihrer eigenen Lebensweisen und der Wurzeln ihrer Herkunftsfamilien vergewissern. Unterschiede und Gemeinsamkeiten untereinander werden ebenso sichtbar wie eigene Prägungen und Überzeugungen.

Worte zwischen Welten schafft ein offenes, entspanntes Umfeld, in dem 9.-12. Klässler erfahren, woher sie und ihre Familien kommen. Sie reflektieren bewusst ihr Geprägtwerden in sozialen Bezügen: als Einzelpersonen ebenso wie als Mitglieder umfassender Gruppen, ihrer Familie, ihrer Kultur und der Gesellschaft.

Dies alles geschieht in der Begegnung mit drei Nicht-Deutschen, die in Deutschland leben, das ihnen nun zur Heimat geworden ist. In der Begegnung mit diesen drei, kulturell völlig verschieden geprägten Personen spiegeln sich Prozesse, die Gesprächsanlässe für Schüler/innen darstellen. Diese lernen, pointiert ihre Fragen zu stellen. Sie werden indirekt befähigt, Ängste zu formulieren und reflektieren aktiv Vorurteile.

Worte zwischen Welten ist modular aufgebaut. Die einzelnen Module können so gewählt werden, dass die Bedürfnisse, Rahmenbedingungen und Ressourcen der gastgebenden Institution und der Teilnehmenden berücksichtigt sind. Die Arbeit in der Schule kann eine 90-minütige Einheit umfassen oder als halbtägige, ganztägige oder zweitägige Veranstaltung durchgeführt werden. Je nach Bedarf kann zwischen Englisch oder Deutsch als Seminarsprache gewählt werden.

Die  Module, Ablauf und Rahmenbedingungen finden Sie in  http://de.traces.org/

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Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten (17.04.2015)