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„Weniger mitteilen, mehr austauschen"

Erstes sächsisches Energieeffizienznetzwerk

Im Rahmen der gemeinsamen „Initiative Energieeffizienznetzwerke" von Bundesregierung und Wirtschaft gründete sich im Januar das erste Energieeffizienznetzwerk in Sachsen.

Bildquelle dena

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Unter dem Grundsatz "Weniger mitteilen, mehr austauschen" wollen insgesamt 16 Unternehmen in einem Ideen- und Erfahrungsaustausch gemeinsam Energieeinsparpotenziale erschließen und damit die Energiekosten im eigenen Unternehmen senken. Die Firma Sachsenfenster aus Rammenau hatte die Teilnehmer zum ersten Erfahrungsaustausch eingeladen.

Im Mittelpunkt dieses Workshops standen die Methoden der betriebswirtschaftlichen Bewertung von Energieeffizienzmaßnahmen. Daraus folgend wurde den Unternehmen vom Moderator Jörg Heidig, Prozesspsychologen Heidig und Partner, und vom Fachexperten Dr. Hagen Hilse, Fa. GICON, mitgegeben, sich bis zum nächsten Workshop über den Stand der bisherigen Effizienzmaßnahmen und geplanten Maßnahmen im eigenen Unternehmen zu informieren.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die Unterstützung des Netzwerkgedankens in Sachsen.

Initiative Energieeffizienznetzwerke

Was ist ein Energieeffizienz-Netzwerk?

Bildquelle: dena

Ein Energieeffizienz-Netzwerk ist ein systematischer, zielgerichteter und unbürokratischer Erfahrungs- und Ideenaustausch von in der Regel 8 bis 15, mindestens jedoch 5 Unternehmen oder Unternehmensstandorten über in der Regel 2-3 Jahre zur gemeinsamen Steigerung der Energieeffizienz. Die Unternehmen führen zunächst mit Hilfe einer qualifizierten Energieberatung (intern oder extern) eine Bestandsaufnahme über ihr jeweiliges Einsparpotenzial durch. Sie setzen sich dann für die Laufzeit des Netzwerks je ein eigenes (unverbindliches) Einsparziel sowie aus den kumulierten Zielen aller Unternehmen ein Einsparziel für das Netzwerk insgesamt. Auf dieser Grundlage beginnt der Erfahrungsaustausch: Während der vereinbarten Laufzeit des Netzwerks treffen sich die Energieexperten aus den beteiligten Unternehmen regelmäßig, um untereinander und ggf. mit externen Fachleuten konkrete Themen und Entwicklungen der Energieeffizienz zu diskutieren. Dies kann auf Wunsch mit gegenseitigen Betriebsbesichtigungen verbunden werden. Diese Expertenrunden schaffen damit die Grundlage für die einzelnen Unternehmen, Investitionen zur Energiekostenersparnis zu beschließen. Nach bisherigen Erfahrungen werden so die anfänglich gesetzten Netzwerkziele über die Gesamtlaufzeit erreicht oder sogar deutlich überboten, so dass spürbare Energiekostensenkungen wahrscheinlich sind.

Die neue gesetzliche Pflicht für größere Unternehmen (Nicht-KMU) bis zum 05.12.2015 und im Anschluss alle vier Jahre Energie-Audits durchführen zu müssen, kann im Rahmen eines Netzwerks erfüllt werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) weist hierauf in seinem 2015 veröffentlichten „Merkblatt für Energieaudits“ hin.

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Industrie- und Handelskammer Dresden (22.02.2016)