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Sonderausstellung

„Verwoben, Geschichten in der Grenzregion“ –

Wie nehmen junge Menschen die Oberlausitz und die angrenzenden Regionen wahr? Welche Ideen und Gedanken haben diejenigen, die zur Zeit des politischen Umbruchs 1989/1990 gerade geboren waren, zu Geschichte, Landschaft und den Erlebnissen derjenigen, die in der deutsch-polnisch-tschechischen Grenzregion leben? Die Sonderausstellung ist bis zum 28.08.2017 zu sehen

Einige der jungen Ausstellungsmacher werden anwesend sein und für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung stehen. Die Geschichte von Tschechien, Deutschland und Polen ist eine im wörtlichen Sinne verwobene Geschichte, die sich auch in der Landschaft abbildet und an der Textilgeschichte aufzeigen lässt. Sie ist so interessant und spannungsreich, dass es dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und der Brücke/Most-Stiftung (Dresden) ein Anliegen war, diese Geschichte vor allem jungen Menschen zu vermitteln. Über fast ein Jahr hinweg setzten sich Studierende der Volkskunde aus Jena und Kunststudierende aus Dresden auf verschiedenen Ebenen mit der Frage auseinander, welche Wandlungen diese Grenzregion vollzogen hat und was dies für die Menschen bedeutet – eine ungewöhnliche Zusammenarbeit, die überraschende Einsichten und eine Vielheit von Zugängen mit sich brachte. Drei längere Exkursionen und Workshops fanden außerhalb der Universitätsgebäude statt: in Wrocław (Breslau) sowie in Dresden. Den Höhepunkt jedoch bildete der Aufenthalt in unserer Region – vor allem in Großschönau und Varnsdorf. Historische und aktuelle Themen wurden diskutiert, darunter die Verschiebung, Öffnung und neuerliche Bedeutungszuschreibung von Grenzen.

Die thematische Klammer der Arbeit bildete die Textilindustrie, dazu gab es – neben dem üblichen studentischen Literaturstudium – spannende Begegnungen und Werksbesichtigungen; die Geschichte der Textilindustrie wurde unter verschiedenen Aspekten erforscht. Die Studierenden konnten Gespräche führen mit Menschen in der Region, also den Expertinnen und Experten des Alltags. Weiterhin setzten sie sich fotografisch und künstlerisch mit der Region auseinander. Auch stand die Frage im Raum, welche Perspektive der ländliche Raum heutzutage im Allgemeinen hat. Erstaunlich aktuelle und allgemeingültige Themen kristallisierten sich als bedeutsam heraus: Was bedeuten Umbrüche? Wie gehen die Menschen (positiv) damit um? Welche Bedeutung hat Arbeit? Mit wem oder was fühlen wir uns verbunden?

Die anregende und erfrischend andere Ausstellung mit vielen Fotografien, Kunstobjekten, Zeitzeugen/ Interviews ist bis zum 28.08.2017 zu sehen.

Öffnungszeiten: Di, Mi, Do, Fr 10 – 17 Uhr, Sa, So, Feiertage 14 – 17 Uhr

Dt. Damast- und Frottiermuseum,
Schenaustraße 3,
02779 Großschönau
Tel.: +49 (0) 35841 35469
Fax: +49 (0) 35841 35469
E-Mail: info@ddfm.de

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Tourist-Information Großschönau/ Erholungsort Waltersdorf
Hauptstraße 28
OT Waltersdorf
02799 Großschönau
Tel.: 035841/2146
touristinfo@grossschoenau.de

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Tourist-Information Großschönau/ Erholungsort Waltersdorf (22.06.2017)